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Mit KfW-Förderung betriebliche Energiesparpotentiale nutzen

Effizienter sein als der Wettbewerb

Das Thema ist in aller Munde, in Unternehmen ebenso wie in Kommunen und Privathaushalten: Energieeffizienz. Das Sparpotenzial insgesamt ist gewaltig.

wettbewerb_birne.jpgAllein durch Energieeffizienz, weist eine Mitte August vom Bundesumweltministerium veröffentlichte Studie aus, können bis 2020 rund 19 Milliarden Euro Energiekosten gespart werden. Auch mittelständische Unternehmen können Energiesparpotenziale identifizieren und „heben“ - dank des „Sonderfonds Energieeffizienz in KMU“. Er bietet fundierte Beratung und zinsgünstige Investitionsfinanzierung aus einer Hand. Wer „Energieeffizienz“ in die Suchmaschine Google eingibt, erhält 1,8 Millionen Treffer; bei einer Eingrenzung auf „industrielle Prozesse“ sind es immerhin noch knapp 43.000 relevante Seiten. Zu den umfassendsten Informationsangeboten gehört die „Initiative Energie Effizienz“ der Deutschen Energie-Agentur, die auch eine Referenzprojektdatenbank bietet (www.industrie-energie-effizienz.de). Sie zeigt, dass mittelständische Unternehmen „20 Prozent und mehr“ ihrer Energiekosten sparen können und dies bei Amortisationszeiten von „oftmals weniger als zwei Jahren“.

Das Problem: Viele Unternehmer kennen die betrieblichen Energiesparpotenziale nicht oder unterschätzen sie. Indes kann ihnen eine von der KfW bezuschusste Initial- oder Detailberatung rasch zu kostenbewusster Erkenntnis verhelfen. Seit Start des „Sonderfonds Energieeffizienz in KMU“ Ende Februar 2008 hat die KfW bis Ende Juni dieses Jahres einen Zuschuss für fast 4400 Initialberatungen zugesagt. Knapp 1000 Unternehmen entschieden sich im gleichen Zeitraum für eine Detailberatung, die häufig in einen Katalog investiver Maßnahmen mündet. Sie können mit einem Kredit aus dem ERP-Umwelt- und Energieeffizienzprogramm finanziert werden. Für ein kleines Unternehmen beginnt in der Preisklasse A der Zinssatz bei 1,41 Prozent (Stand: 27.August).

Effizienter sein als der Wettbewerb

Jörg Buschmann, EnergieAgentur.NRW

Kaum einen Firmenchef lässt das Thema „Energieeffizienz“ angesichts der Kosten kalt. Denn 32 Prozent der mittelständischen Betriebe mit mehr als 20 Mitarbeitern haben jährliche Energiekosten von bis zu 50.000 Euro, 19 Prozent von bis zu 100.000 Euro, hat das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ermittelt. Zwölf Prozent wenden bis zu 150.000 Euro im Jahr für Energie auf und 36 Prozent sogar mehr als 150.000 Euro - da überlegt man als Chef schon mal, ob man an dieser Stellschraube nicht drehen kann. „Die Firmen kommen vermehrt auf uns zu“, berichtet Jörg Buschmann von der EnergieAgentur.NRW, einer der KfW-Regionalpartner im industriestärksten Bundesland. Der Diplom-Ingenieur ist seit vier Jahren als Energieberater für große Unternehmen tätig und weiß, wo Sparpotenziale verborgen sind: „Die Druckluft ist immer einer der Verdächtigen, und auch bei der Kältetechnik verstecken sich erhebliche Potenziale.“ Fürs Energiesparen wie geschaffen seien auch Heizungsanlagen: Durch optimierte Regelung und Sommerabschaltung könne eine 15-prozentige Energieeinsparung direkt zu einer Kosteneinsparung in gleicher Größenordnung führen. Mit „drei bis 30 Prozent“ veranschlagt der 40-Jährige die Bandbreite möglicher Energieeinsparung, die „sehr eng an die Investitionen gekoppelt“ sei. Will heißen: Wer investiert, spart nicht nur mehr - erspart auch dauerhaft.

Aufsteckreflektoren halbieren Stromkosten

Energieberater Buschmann empfiehlt eine einfache, aber wirkungsvolle Sparmaßnahme: Mit Aufsteckreflektoren können Deckenlampen mit zwei Leuchtstoffröhren nachträglich auf einflammigen Reflektorbetrieb umgerüstet werden. Die Stromkostenersparnis von 50 Prozent „wirkt“ sofort. Die Beleuchtungsstärke ist größer als vorher und liegt bei 70 bis 100 Prozent. Kosten pro Reflektor: 15 Euro.

Expertentipp

„Weitsichtige Firmenchefs investieren jetzt“


Interview Olaf Weber - KNS

Olaf Weber, Direktor gewerbliche Umweltschutzfinanzierung,

über den Sonderfonds „Energieeffizienz in kleinen und mittleren Unternehmen“ [Expertentipp lesen]

Auf einen Blick

Sonderfonds Energieeffizienz in KMU

Der Sonderfonds Energieeffizienz in KMU soll den Unternehmen ermöglichen, die Potenziale für Energieeinsparungen zu erkennen und den Anreiz zu Investitionen geben.

Im Rahmen der "Energieeffizienzberatung" werden Zuschüsse für qualifizierte und unabhängige Energieeffizienzberatungen in Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und für Freiberufler gewährt. Durch die Beratung sollen Schwachstellen bei der effizienten Energieverwendung aufgezeigt und Vorschläge bzw. konkrete Maßnahmenpläne für Energie und Kosten sparende Verbesserungen gemacht werden.

  • Unternehmen erhalten für die ein- bis zweitägige Initialberatung einen Zuschuss in Höhe von bis zu 80 % des vereinbarten Tageshonorars (maximal 640 Euro pro Beratungstag bei einer maximalen Bemessungsgrenze von 1.600 Euro).
  • Unternehmen erhalten für die Detailberatung einen Zuschuss in Höhe von bis zu 60 % des maximal förderfähigen Tageshonorars (maximal 480 Euro pro Tag), bei einer maximalen Bemessungsgrundlage von 8.000 Euro.
  • Das maximal förderfähige Tageshonorar bei Initial- und Detailberatung beträgt 800 Euro
  • Initial- und Detailberatung können unabhängig voneinander beantragt werden.
  • Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen: Mit einem Investitionskredit im Rahmen des ERP-Umwelt- und Energieeffizienzprogramms (Programmteil B) können KMU die vom Berater empfohlenen Energieeffizienzmaßnahmen zinsgünstig finanzieren.

Spezialprogramm für kleine und mittlere Unternehmen

Der Finanzierung von Energieeffizienzmaßnahmen kleiner und mittlerer Unternehmen in Deutschland dient das ERP-Umwelt- und Energieeffizienzprogramm (Programmteil B).

  • Zielgruppe: Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die sich mehrheitlich im Privatbesitz befinden; freiberuflich Tätige; Unternehmen, die im Rahmen einer Contracting-Vereinbarung Dienstleistungen erbringen.
  • Art der Förderung: Zinsgünstige Kredite mit Laufzeiten von bis zu fünf, zehn oder 20 Jahren mit ein bis drei tilgungsfreien Anlaufjahren. Kleine Unternehmen werden mit einem zusätzlich vergünstigten Zinssatz besonders stark gefördert.
  • Umfang der Finanzierung: Bis zu 100 Prozent der förderfähigen Investitionskosten bis zu einer Höhe von zehn Millionen Euro.

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Der Weg zum Förderkredit

Audiografik, die erklärt, wie das Hausbankprinzip der KfW funktioniert

Die KfW vergibt ihre Förderkredite in Zusammenarbeit mit anderen Banken. Erfahren Sie hier, wie das Hausbankprinzip funktioniert. [Audiografik anschauen]

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Sie haben Fragen zu den KfW-Förderprogrammen für mehr Umweltschutz und Energieeffizienz im Unternehmen? Dann rufen Sie uns an! Unsere Beraterinnen und Berater im KfW-Infocenter helfen Ihnen gerne weiter.


 

KfW-Podcast Energieeffizienz

Hören Sie in diesem Podcast, wie die Firma Schmelzer aus Ludwigshafen ihr Betriebsgebäude mit KfW-Hilfe auf Vordermann gebracht hat.


 

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