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GründerChampions 2009

Windkraft für Jedermann

Diplom-Ingenieur Volkmar Tetzlaff entwickelt in Wolfsburg vertikale Kleinwindanlagen. Seine Vision: Künftig sollen Haushalte, kleine Gewerbebetriebe und Landwirte einen Großteil ihres Energiebedarf unabhängig von den großen Stromkonzernen mit einer eigenen Windkraftanlage decken können.

Geschäftsführer Volkmar Tetzlaff mit dem Modell einer vertikalen Windenergieanlage

Um den geeigneten Standort für ein neu zu gründendes Unternehmen zu finden, kommen in der Regel viele Kriterien in Betracht: die Verfügbarkeit von Arbeitskräften etwa oder eine verkehrsgünstige Lage. Für Volkmar Tetzlaff reichte hingegen ein kurzer Blick auf die bundesrepublikanische Windkarte. Auf einer solchen sind nämlich detailliert die nationalen Windverhältnisse, insbesondere die regionalen Windgeschwindigkeiten festgehalten. Und dort, wo stets verlässlich eine frische Brise weht, sollte nach Tetzlaffs Vorstellungen die von ihm gegründete Tassa GmbH ihren Sitz haben. Voraussetzungen, die eigentlich nur die sturmerprobte norddeutsche Tiefebene vom Niederrhein bis zum Oderhaff erfüllen konnte.

Dass  am Ende Tetzlaffs Wahl auf die Autostadt Wolfsburg fiel – eigentlich nicht gerade ein windumtoster Standort im Norden –, ist dann wiederum dem Engagement der Wolfsburg AG zu verdanken. Das gemeinsame Unternehmen der Stadt Wolfsburg und des VW-Konzerns bemüht sich im Technologie- und Gründerzentrum InnovationsCampus um die Ansiedlung junger wachstumsstarker Unternehmen mit Zukunftstechnologien, um den Gefahren der wirtschaftlichen Abhängigkeit Wolfsburgs von der dominierenden Automobilindustrie entgegenzuwirken.

Rückenwind für junge Unternehmen in Wolfsburg

Im Falle der Tassa GmbH lockte die Wolfsburg AG das junge Unternehmen mit  der Vorfinanzierung der ersten Anlagenserie und mit begleitenden Beratungsleistungen beim Business-Plan. „Hier habe ich nach langer Suche die besten Konditionen vorgefunden“, begründet Tetzlaff seinen Umzug von München in die Autostadt.

TASSA Team beim Tüfteln an einem Flügelprofil

Dass seine vertikalen Kleinwindanlagen eine Technologie mit Zukunft sind, davon ist der Neu-Wolfsburger allemal überzeugt. Zu Demonstrationszwecken empfängt die Besucher schon an der Einfahrt zum InnovationsCampus eines seiner Windkraftwerke. Doch über das Prototypenstadium ist der Tassa-Gründer längst hinaus. Rund 100 Anlagen sollen noch in diesem Jahr in Betrieb gehen. Die eigene Windkraftanlage ist kein Spleen mehr von Öko-Idealisten, sondern in Zeiten des Klimaschutzes und unkalkulierbarer Energiepreises eine realistische Versorgungsalternative.

Je nach Windstandort liefert die fünf KW-Anlage bis zu 10.000 Kilowattstunden Energie im Jahr. Damit lässt sich nach Tetzlaffs Angaben der Strombedarf zweier Einfamilienhäuser, eines Agrarunternehmens oder eines kleinen Gewerbebetriebs abdecken. Einwände von Anwohnern, wie sie bei Windparks auf dem flachen Land gang und gäbe sind, braucht der Erwerber einer rund zehn Meter hohen Tassa-Anlage nicht zu befürchten. „Unsere Technologie“, verspricht Tetzlaff, „ arbeitet geräuschlos, ist zugleich langlebig und wartungsarm.“ 

Langfristig lohnende Geldanlage

Wer auf diese Weise sein eigenes kleines Kraftwerk installieren möchte, muss rund 23.000 Euro + Mehrwertsteuer investieren.  Angesichts der drohenden Knappheit bei den klassischen Energieträgern eine langfristig lohnende Geldanlage, verspricht der Tassa-Chef und rührt für seine modernen Windmühlen die Werbetrommel: „Wir wenden uns an Kunden, die sich von den großen Stromkonzernen unabhängig machen wollen. Wir bieten Energieautonomie zu günstigen Preisen und Innovation durch  hohen Kundennutzen“.

Der Kundennutzen: Die kleinen Windanlagen sind vielseitig einsetzbar, sowohl zur Stromerzeugung, wie auch zur Heizung, Kühlung oder zum Betrieb von Wasserpumpen. Geliefert werden die Anlagen als schlüsselfertige Komplettsysteme. Dass auch die vertikalen Anlagen effizient arbeiten und verlässlich Strom liefern, obgleich das Strömungsverhalten im Gegensatz zu den bekannten Propeller-Windrädern viel komplexer ist, hat Tetzlaff in Simulationsverfahren mit moderner Computertechnik erfolgreich nachweisen lassen.

 

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ERP-Startfonds

  • Für junge Technologieunternehmen in der Start-up-Phase (nicht älter als 10 Jahre) mit weniger als 7 Millionen Euro Jahresumsatz und weniger als 50 Mitarbeitern.
  • Maximal 1,5 Millionen Euro beim ersten Antrag. Bis zur Gesamtobergrenze von 3 Millionen Euro sind mehrere Finanzierungsrunden möglich.
  • Die Förderung besteht aus Beteiligungskapital der KfW und eines Leadinvestors in gleicher Höhe.
  • Der Leadinvestor bringt neben Geld auch Know-how mit ins Unternehmen ein. Die KfW beteiligt sich nicht am operativen Geschäft.
  • Leadinvestor und Technologieunternehmen stellen den Antrag gemeinsam bei der KfW Mittelstandsbank.

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Gründercoaching Deutschland

  • Zuschuss zu den Kosten für einen Unternehmensberater bis zu 4.500 Euro.
  • Das Programm richtet sich an Gründer und Unternehmer bis zum fünften Jahr nach der Gründung.
  • Der anteilige Zuschuss zu den Beratungskosten beträgt in den neuen Bundesländern 75 Prozent, in den alten Bundesländern und Berlin 50 Prozent eines maximal förderungsfähigen Tageshonorars von 800 Euro.

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Der KfW-Unternehmerkredit

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  • Darlehensbetrag: maximal zehn Millionen Euro je Vorhaben.
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Der Weg zum Förderkredit

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Die KfW vergibt ihre Förderkredite in Zusammenarbeit mit anderen Banken. Erfahren Sie hier, wie das Hausbankprinzip funktioniert. [Audiografik anschauen]

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* 3,9 Cent/Minute aus dem Festnetz der Deutschen Telekom, Mobilfunk max. 42 Cent/Minute


 

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