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KfW-Sonderprogramm

Mit KfW-Sonderprogramm wieder liquide

Viele Unternehmen gehen zur Liquiditätserhaltung neue Finanzierungswege. Die Heidelberger Druckmaschinen AG hat ein neues Finanzierungskonzept verabschiedet, das auch ein Darlehen aus dem KfW-Sonderprogramm beinhaltet.

Mitarbeiter der Heidelberger Druckmaschinen AG während der Arbeit stehend vor Maschinen

Die weiterhin schwachen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die anhaltende Investitionszurückhaltung hat die Heidelberger Druckmaschinen AG erheblich unter Druck gesetzt. Die Auftragseingänge gingen gegenüber dem Vergleichsjahr 2008 im aktuellen Geschäftsjahr um 52 % zurück. Der Auftragsbestand des Heidelberg-Konzerns reduzierte sich bis zum 30. Juni 2009 auf 616 Mio Euro und liegt damit um 52 % unter dem Vorjahreswert von 1,298 Mrd Euro. „Wir haben im ersten Quartal im Vergleich zu den vergangenen Monaten eine leichte Stabilisierung bei den Auftragseingängen gesehen“, sagt Bernhard Schreier, Vorstandsvorsitzender der Heidelberger Druckmaschinen AG.
„Damit ist eine erste Bodenbildung zu erkennen. Die weitere Entwicklung bleibt jedoch abzuwarten.“ So erwirtschaftete die Heidelberg- Gruppe in den ersten drei Monaten des Geschäftjahres 2009/2010 einen Umsatz in Höhe von 514 Mio Euro. Das entspricht einem Rückgang um 22 % im Vergleich zum Vorjahreswert von 657 Mio Euro. 

Eingeleitete Sparmaßnahmen greifen

Die eingeleiteten Sparmaßnahmen greifen nun langsam. „Wir haben in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres gegenüber dem Vorjahr die Personalkosten weiter reduziert, die Vorräte gesenkt, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung verringert und die Investitionen deutlich gedrosselt“, berichtet Dirk Kaliebe, Finanzvorstand des Unternehmens.
Die Einsparungen tragen dazu bei, die Ergebnisleistungen aufgrund rückläufiger Umsätze teilweise zu kompensieren.“ Aufgrund dieser schlechten Lage musste der Konzern nach einem neuen Finanzierungskonzept suchen, damit die Liquidität des Unternehmens auch für die kommenden Jahre gesichert ist. Dabei wurde ein Finanzierungskonzept gesucht, das aus Darlehen und Bürgschaften zusammengesetzt ist. Heidelberger hatte im Juni 2009 schon grundsätzliche Zusagen der Banken sowie die Bürgschaftszusage von Bund und Ländern erhalten. Im August wurde das Finanzierungspaket dann mit der Unterzeichnung der Verträge und der Ausstellung und Übersendung der Bürgschaftsurkunden abgeschlossen.

Mitarbeiter der Heidelberger Druckmaschinen AG begutachtet Ausdruck einer Druckmaschine

Dreiteiliges Finanzierungspaket

Das Finanzierungspaket besteht aus drei wesentlichen Bestandteilen: Ein Darlehen aus dem Sonderprogramm der KfW für große Unternehmen in Höhe von 300 Mio Euro, wovon die KfW gegenüber den Banken eine Haftungsfreistellung in Höhe von 50 % gewährt, ein durch Bürgschaftszusagen des Bundes und der Länder Baden-Württemberg und Brandenburg in Höhe von 90 % gestützter Kredit über 550 Mio Euro sowie die syndizierte Kreditlinie eines Bankenkonsortiums in Höhe von ebenfalls 550 Mio Euro. Damit steht dem Konzern bis Mitte 2012 ein Kreditrahmen in Höhe von insgesamt 1,4 Mrd Euro zur Verfügung.

Rahmenbedingungen bleiben schwierig

Trotz des schwierigen Umfeldes an den Finanzmärkten ist es Heidelberg gelungen, die bestehende Finanzierungsstruktur neu zu verhandeln“, sagt Kaliebe. „Der neue Finanzierungsrahmen ermöglicht es Heidelberg, die Phase der schwierigen Kreditvergabe im Finanzsystem zu überbrücken.“ Hinsichtlich der unverändert schwierigen Rahmenbedingungen geht Heidelberg für das Gesamtjahr 2009/2010 weiterhin davon aus, dass der Umsatz unter dem sehr niedrigen Niveau des Geschäftsjahres 2008/2009 liegen wird. Mit den eingeleiteten Maßnahmen zur Kostensenkung wird Heidelberg die Gewinnschwelle zwar möglichst schnell senken, die massiv gestiegenen Refinanzierungskosten, die auch Bürgschaftskosten für die Garantien aus dem Konjunkturpaket II beinhalten, werde das Finanzergebnis jedoch stark belasten. Deshalb geht Heidelberg von einem Jahresfehlbetrag im laufenden Geschäftsjahr aus.

Expertentipp


Foto: KfW

Sabine Deuster, Leiterin des Infocenters der KfW Unternehmensfinanzierung,

über die neuen Fördermöglichkeiten, die das KfW-Sonderprogramm zur Krisenbewältigung bietet [Expertentipp lesen]

Auf einen Blick

Mittelständler

  • Wer? Freiberufler und mittelständische Unternehmen mit einem Jahresgruppenumsatz bis zu 500 Millionen Euro.
  • Was? Kredit aus dem KfW-Sonderprogramm über die Hausbank, maximal 50 Millionen Europro Vorhaben.
  • Wofür? Finanzierung von Investitionen und Betriebsmitteln in Deutschland.

Großes Unternehmen

  • Wer? Große Unternehmen ohne Kapitalmarktzugang mit einem Jahresgruppenumsatz von in der Regel mehr als 500 Millionen Euro.
  • Was? Kredit aus dem KfW-Sonderprogrammüber die Hausbank, in der Regel bis zu 300 Millionen Euro pro Unternehmensgruppe/Konzern. Auch Direktkredite im Rahmen von Bankenkonsortien sind möglich.
  • Wofür? Finanzierung von Investitionen in Deutschland, Betriebsmitteln und allgemeinem Finanzierungsbedarf in Deutschland.

Projektfinanzierungen

  • Wer? Projektgesellschaften, unabhängig von ihrem Gruppenumsatz und dem ihrer Gesellschafter.
  • Was? Kredit aus dem KfW-Sonderprogramm über die Hausbank, in der Regel maximaler Betrag 200 Millionen Euro pro Projekt. Auch Direktkredite im Rahmen von Bankenkonsortien sind möglich.
  • Wofür? Projektgesellschaften, die in Deutschland investieren.

Auf einen Blick

Vier Schritte zu Ihrem Kredit

  • Ermitteln Sie den Finanzierungsbedarf Ihres Unternehmens.
  • Gehen Sie zu Ihrer Hausbank.
  • Sprechen Sie Ihren Berater auf eine Finanzierung aus den Mitteln des KfW-Sonderprogramms an.
  • Stellen Sie gemeinsam mit Ihrem Berater der Hausbank einen Kreditantrag bei der KfW.
 

Der Weg zum Förderkredit

Audiografik, die erklärt, wie das Hausbankprinzip der KfW funktioniert

Die KfW vergibt ihre Förderkredite in Zusammenarbeit mit anderen Banken. Erfahren Sie hier, wie das Hausbankprinzip funktioniert. [Audiografik anschauen]

Infocenter

Persönliche Beratung

Sie haben Fragen zum KfW-Sonderprogramm? Dann rufen Sie uns an! Unsere Beraterinnen und Berater im KfW-Infocenter helfen Ihnen gerne weiter:

0180 1 24 24 28*

* 3,9 Cent/Minute aus dem Festnetz der Deutschen Telekom, Mobilfunk max. 42 Cent/Minute

 
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