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FZ-Jahresbericht

Elementar für Entwicklung

Wasser erfrischt, säubert - und löscht Durst. Aber noch immer hat jeder sechste Mensch auf der Welt keinen Zugang zu Trinkwasser. Mit weltweit rund 300 Projekten hilft die KfW Entwicklungsbank, das zu ändern.

Wasserhahn in Afrika. Ein Kind füllt seine Wanne mit Trinkwasser.

Satellitenaufnahmen der Erde lassen die Vorstellung absurd erscheinen, dass auf dem blauen Planeten eines Tages das Wasser knapp werden könnte. Schließlich bedeckt es mehr als zwei Drittel der Erdoberfläche. Doch der vermeintliche Reichtum ist trügerisch. Nur drei Prozent sind tatsächlich nutzbares Süßwasser – und das wiederum ist zu großen Teilen als Schnee und Eis an den Polen und in Gebirgsgletschern gebunden. Weniger als ein Prozent des Wassers auf der Erde steht unmittelbar in Flüssen, Seen oder unterirdischen Speichern als Trinkwasser zur Verfügung.

Wertvoller Rohstoff

Die Zahlen verdeutlichen, wie kostbar Wasser schon heute ist. Industrialisierung, Verschwendung, Bevölkerungswachstum und Klimawandel machen es zur wertvollsten Ressource der Welt. Wassermangel lässt Millionen Menschen dursten und bedroht Gesundheit, Wirtschaft und Wohlstand. Weltweit haben 1,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu Trinkwasser, mehr als doppelt so vielen mangelt es an ausreichenden sanitären Einrichtungen – besonders in Entwicklungsländern. Aber auch in gut entwickelten Industrienationen ist Trinkwasser aus dem Hahn nicht mehr so selbstverständlich wie noch vor 20 Jahren. So geht der Wasserspiegel des Lake Mead, des größten Stausees der USA, seit Jahren stetig zurück. Laut einer Studie der Universität von Kalifornien in San Diego droht er bis 2020 sogar komplett auszutrocknen. Ganz akut ist das Problem bereits in Barcelona: Die Stadt musste im vergangenen Jahr erstmals Tankschiffe mit Wasser kommen lassen, um ihre Einwohner zu versorgen. „Damit wir uns nicht schon bald im wahrsten Sinne des Wortes selbst das Wasser abgraben, müssen wir die Wasservorräte klüger nutzen und gleichzeitig besser schützen“, warnte Wolfgang Kroh, Vorstandsmitglied der KfW Bankengruppe, deshalb Ende Mai bei der Präsentation des Jahresberichts 2008 über die Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern.

500 Millionen für sauberes Wasser 

Der Bericht trägt in diesem Jahr den Titel „Wasser – elementar für Entwicklung“ und stellt neben den allgemeinen Förderergebnissen der KfW Entwicklungsbank besonders ihr Engagement im Wassersektor vor. Denn die KfW und die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH (DEG) unterstützen im Auftrag der Bundesregierung bereits seit Jahren Entwicklungsländer – von der Trinkwasserversorgung über die landwirtschaftliche Bewässerung bis hin zur Nutzung von Wasserkraft als Energielieferant. Auch die Aufbereitung von Abwasser ist ein wichtiges Thema. Insgesamt umfasst das aktuelle Portfolio Vorhaben in Asien, Afrika, Europa und Lateinamerika mit einem Gesamtvolumen von 4,5 Milliarden Euro, weitere 2,2 Milliarden Euro haben Partnerländer bereitgestellt. Allein im vergangenen Jahr konnten DEG und KfW Entwicklungsbank mit Zusagen über 500 Millionen Euro die Wasserversorgung für rund sechs Millionen Menschen verbessern. „Für 2009 planen wir mit einem ähnlichen Volumen“, sagte Kroh.

 

Auf einen Blick

Top-Thema Wasser

  • Wasser ist Titelthema des Jahresberichts über die Finanzielle Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern. In dem regelmäßig erscheinenden Bericht informieren KfW Entwicklungsbank und DEG über ihr weltweites Engagement.
  • 2008 konnten KfW und DEG mit Zusagen von mehr als 500 Millionen Euro die Wasserversorgung für sechs Millionen Menschen verbessern.
  • Insgesamt umfasst das Portfolio rund 300 Vorhaben in Asien, Afrika, Europa und Lateinamerika.

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Projektbeispiele

Kleine Projekte mit großer Wirkung

Mit der Unterstützung weltweiter Wasserprojekte helfen KfW und DEG, die Wasserversorgung für rund sechs Millionen Menschen zu verbessern. Oft mit einfachen aber erfolgreichen Konzepten, wie diese drei Beispiele zeigen. [Mehr dazu lesen]

Evaluierung

Welche Wirkung haben die Projekte?

Die KfW Entwicklungsbank engagiert sich im Rahmen der Finanziellen Zusammenarbeit auf unterschiedlichsten Arbeitsfeldern für das übergeordnete Ziel, das Leben armer Menschen in Afrika, Asien, Lateinamerika oder Osteuropa nachhaltig zu verbessern. Neben Projekten in der Gesundheitsvorsorge und im Bildungsbereich unterstützt sie unter anderem Maßnahmen zur Finanzsystementwicklung ebenso wie Projekte aus den Bereichen Klimaschutz, Stadtentwicklung, Transport oder Friedensentwicklung.

Schülerinnen und Schüler im Unterricht, im Juni 1998, Mosambik; Foto: KfW/photothek.net

Welche Wirkung die unterstützten Projekte entfalten, lässt sich jedoch erst beobachten, wenn das jeweilige Vorhaben weitgehend abgeschlossen und in Betrieb ist. Aus diesem Grund und um sicherzustellen, dass die entwicklungspolitisch angestrebten Ziele erreicht werden, kümmert sich die Abteilung Evaluierung der KfW Entwicklungsbank um die Auswertung aller unterstützen Maßnahmen. Damit legt sie zum einen Rechenschaft über den Erfolg der Engagements der KfW Entwicklungsbank ab und trägt zugleich zur Verbesserung zukünftiger Projekte bei. [Mehr dazu lesen]

 

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