KfW-Sonderprogramm
Raus aus der Krise
2009 hat die KfW mit mehr als 50 Milliarden Euro so viele Investitionen in Unternehmen, Infrastruktur, erneuerbare Energien und Bildung in Deutschland gefördert wie noch nie – als wichtiger Partner der Wirtschaft auf dem Weg aus der Krise.
Fast hätte Klaus M. Hempel das 60. Firmenjubiläum seiner Hempel Elektromaschinenbau GmbH Anfang des Jahres ohne einige seiner besten Mitarbeiter feiern müssen. Nicht weil er schlecht gewirtschaftet hat oder sein Unternehmen nicht mehr zukunftsfähig ist. Im Gegenteil: Der Spezialist für Wartung und Instandsetzung elektrischer Maschinen aus dem nordrhein-westfälischen Willich hat viele Stammkunden und ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen.

Gestiegener Liquiditätsbedarf
Und doch ist der Liquiditätsbedarf des Unternehmens 2009 so stark gestiegen, dass Hempel über Entlassungen nachdenken musste. „Das produzierende Gewerbe hat einen Rückgang zwischen 20 und 40 Prozent verzeichnet und mangels Aufträgen einen Teil seiner Maschinen vorübergehend stillgelegt. Da brechen meine Wartungs- und Reparaturaufträge natürlich auch ein“, sagt der 55-Jährige.
Auf der Suche nach Möglichkeiten, die Arbeitsplätze in seinem Unternehmen zu sichern, erinnerte sich Hempel an die Worte von Angela Merkel. Die Bundeskanzlerin hatte Anfang 2009 versprochen, Mittelständlern wie Hempel mit dem Konjunkturpaket II in der Wirtschaftskrise zu helfen. Mit Bilanzzahlen und einem zukunftsorientierten Geschäftsmodell überzeugte er schließlich seine Hausbank und erhielt kurze Zeit später einen Kredit für Betriebsmittel aus dem KfW-Sonderprogramm – die Rettung. „Das vergangene Jahr hat uns gezaust, aber jetzt sind wir vernünftig und sicher finanziert. Und für 2010 bin ich vorsichtig optimistisch“, sagt Hempel.
Sonderprogramm kommt an

Hempel ist nur einer von genau 2.351 mittelständischen Unternehmern, denen die Förderbank im Jahr 2009 mit Mitteln aus dem KfW-Sonderprogramm aus der Klemme geholfen hat. Rund 94 Prozent der Investitions- und Betriebsmittelkredite aus dem Programm gingen an mittelständische Unternehmen. Zwei Drittel der Darlehen umfassten vergleichsweise niedrige Summen bis 500.000 Euro. Das zeigt: Die Mittel kommen bei den Betrieben an, für die sie gedacht waren – bei kleinen und mittleren Unternehmen. „Das KfW-Sonderprogramm ist ein wichtiger Beitrag zur Sicherstellung der Kreditversorgung in dieser schwierigen Zeit“, lobt auch Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle.
Inländischer Förderrekord
Anders als kurz nach seinem Amtsantritt vor eineinhalb Jahren hatte Dr. Ulrich Schröder, Vorstandssprecher der KfW Bankengruppe, bei der diesjährigen Jahresauftaktpressekonferenz deshalb allen Grund zur Gelassenheit. „Sie sehen hier einen ausgesprochen zufriedenen Vorstand“, begrüßte er die Journalisten, bevor er ihnen das beste inländische Förderergebnis der KfW seit ihrer Gründung vor 61 Jahren präsentierte: 50,9 Milliarden Euro in Form von Darlehen und Zuschüssen hat die KfW 2009 an Unternehmen, Kommunen, Hausbesitzer, Bauherren und Studenten vergeben. Das gesamte Geschäftsvolumen der KfW Bankengruppe betrug 63,9 Milliarden Euro.


