Konjunktur auf Tour
Wenn die Bank zum Kunden kommt
2009 sorgte die „Konjunkturbustour“ der KfW für bundesweites Aufsehen. Grund genug, die Informationskampagne im Frühjahr dieses Jahres in 21 Städten zu wiederholen. Das rege Interesse von Unternehmern und Privatleuten beweist, dass die KfW die richtigen Programme gegen die Krise im Angebot hat.

Der Minister griff beherzt zu. Höchstpersönlich durchschnitt Rainer Brüderle, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, an der Seite des KfW-Vorstandsvorsitzenden Dr. Ulrich Schröder Mitte April in Berlin das symbolische Startband für die diesjährige „Konjunktur auf Tour“ der Förderbank. Mit der zweimonatigen bundesweiten Informationskampagne wollen Bundeswirtschaftsministerium und KfW das Pflänzchen Aufschwung weiter stärken.
Denn auch wenn sich die Konjunkturaussichten langsam bessern und vor allem exportorientierte Branchen profitieren, ist die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland nach wie vor fragil. Große Sorge bereitet Experten die zögerliche Kreditvergabe, besonders an kleine und mittlere Unternehmen mit wenigen oder bereits ausgereizten Sicherheiten. KfW-Chef Schröder teilt die Bedenken: „Deutschland scheint die schwierigsten Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise hinter sich zu haben. Doch der Aufschwung ist noch nicht gesichert. Zur Stabilisierung ist es nun notwendig, dass Unternehmen wieder investieren – und dafür geeignete Finanzierungen finden.“ Für Bundeswirtschaftsminister Brüderle steht im Mittelpunkt, beim beginnenden Aufschwung „vor allem die vielen kleinen und mittleren Unternehmen mitzunehmen“, die das Rückgrat der deutschen Volkswirtschaft bilden.
Energieeffizienz hoch im Kurs

In 21 Städten machte der leuchtend blaue, erdgasbetriebene Bus mit dem Schriftzug „Konjunktur auf Tour“ in diesem Jahr Halt. Von Mitte April bis Mitte Juni legte der Bus exakt 4.296 Kilometer quer durch Deutschland zurück – von Berlin bis Gelsenkirchen, von Lübeck bis Augsburg kam die KfW zu Privatkunden und Unternehmern. „Bei den Gesprächen auf den Marktplätzen überwogen in diesem Jahr die Anfragen privater Bürger. Das Gros der Besucher interessierte sich dabei für die energetischen Sanierungsprogramme der KfW, etwa die Förderung für den Einbau moderner Fenster“, sagt Dr. Stefan Breuer, Bereichsleiter Vertrieb bei der KfW Bankengruppe. Auf den zusätzlichen Informationsabenden, die die KfW zusammen mit den örtlichen Industrie- und Handelskammern sowie den Handwerkskammern ausrichtete, waren dagegen mittelständische Unternehmer eingeladen. Firmenchefs berichteten dort dem übrigen Unternehmerpublikum aus erster Hand, wie sie die Krise erleben und mit welcher Markt- und Finanzierungsstrategie sie dagegen angehen. Experten der KfW moderierten die Veranstaltungen und informierten ausführlich über die zahlreichen Förderangebote des Hauses für Firmen.
Sonderprogramm im Fokus

Ein Thema brannte den Unternehmern besonders unter den Nägeln: die Versorgung mit frischen Krediten. Die schönsten Wachstumsprognosen von OECD und Co. nützen wenig, wenn Mittelständler nicht genügend Liquidität haben, um Betriebsmittel zu finanzieren oder gar Investitionen zu stemmen. Vielen Hausbanken sind jedoch angesichts des notwendigerweise verschärften Risikomanagements und der weiter erhöhten Ausfallwahrscheinlichkeit von Krediten die Hände gebunden.
Dabei hält die KfW mit ihrem Sonderprogramm bereits eine Lösung parat: Die staatliche Förderbank unterstützt kleine und mittlere Unternehmen gezielt bei Investitionen, bei der Liquiditätssicherung und der Finanzierung von Betriebsmitteln. Insgesamt wurden 40 Milliarden Euro für die schnelle Ankurbelung der Konjunktur zur Verfügung gestellt. Um die Kreditvergabe an Unter nehmen zu fördern, befreit die KfW im Sonderprogramm zudem die Hausbanken weitgehend von den Haftungsrisiken: Bei Investitionen beträgt die Haftungsfreistellung bis zu 90 Prozent, bei Betriebsmitteln bis zu 60 Prozent. Bei solch attraktiven Angeboten müssen Unternehmer und Hausbanken nur noch eines tun: beherzt zugreifen.

